Dummy – mehr als Beutel holen

Dummytraining für Hunde findet immer mehr Anhänger. Verstehe ich gut, Finn und ich sind ja auch infiziert. Denn Dummytraining ist viel mehr als Werfen, Suchen, Bringen.

Mit meinen Hunden zu arbeiten hat mir immer viel Spaß gemacht, kleine und größere Aufgaben lernen, fleißig üben und schließlich festzustellen: „Ja, es klappt!“ macht einfach Spaß. Nur Spazierengehen war mir ohnehin immer zu wenig.

Als ich meinen ersten eigenen Hund Timmy bekam war Hundesport eigentlich ausschließlich Schutzhundesport. Mit meinen ersten Hunden habe ich stundenlange Wanderungen unternommen. Aber dann änderte sich das, immer neue Hundesportarten kamen hinzu und ich habe vieles davon ausprobiert. Viele Jahre war Rettungshundearbeit unsere Leidenschaft.

Und dann kam Finn. Und ich begann bei hundeshop.de zu arbeiten. Dort gibt es ein großes Sortiment an Dummies und Zubehör. Als Hütehundmensch hatte ich bis dahin keine Berührungen mit dem Retrieversport. Also habe ich mich eingearbeitet und mit Finn Dummytraining angefangen.

Und bin dabei geblieben, habe Kurse belegt und viel dazugelernt. Denn es geht nicht um Dummy werfen und bringen, es geht um die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund mit dem Ziel, eine Aufgabe gemeinsam zu bewältigen.

Die Grundkommandos müssen sitzen, Finn darf nicht blindlings einfach losrennen, sobald der Dummy fliegt. Er darf auch nicht auf dem Rückweg erst noch woanders rumschnüffeln und er gibt mir den Dummy in die Hand.

Die Einhaltung dieser Regeln stärkt unsere Verbindung, Finn lernt auf mich zu achten und vor allem, seinem Impuls loszustürmen wenn der Dummy fliegt nicht sofort nachzugeben. Letzteres ist der schwierigste Teil. Manchmal schiele ich neidisch auf die Labradore, die so entspannt dasitzen bis sie losgeschickt werden.

Dann schauen ich mir aber Videos aus dem Mutterland des Dummysports (und der Retriever) an, England, und sehe, dass manch ein Gundog, wie die Retriever dort genannt werden, ebenso zappelt wie Finn. Also üben wir weiter und diese Übung ist so wichtig im Alltag. Warten, Frust aushalten, auf den Menschen achten.

Wo bleibt denn da der Spaß für den Hund?

fragst du dich vermutlich jetzt.

Im Suchen, im Bringen, im Abliefern und in der Freude des Menschen! Natürlich auch in der Belohnung, aber die ist nur das Sahnehäubchen. Denn tatsächlich sind die meisten Hunde total glücklich, wenn sie arbeiten dürfen. Dafür wurden sie über Jahrtausende gezüchtet. Und Hunde sind Teamplayer, Zusammenarbeit liegt in ihrer Natur.

Da Finn ohnehin keine Prüfungen bestreiten kann machen wir nicht alles so super korrekt, ich versuche mich aber an den Vorgaben der Dummyprüfung des Retrieverclubs zu orientieren. Einfach weil es Sinn macht. Und falls doch mal ein Retriever in mein Leben stolpern sollte.

Dummytraining, ursprünglich als Training für Jagdhunde entwickelt, ist längst als sinnvolle Beschäftigung für nahezu jeden Hund angekommen. Vom Chihuahua bis zum Neufundländer sehe ich Hunde die fleißig apportierten Möchtest du das mit deinem Hund auch mal ausprobieren?

Am 12. September starte ich hier in Siegen einen neuen Dummy Anfängerkurs. Noch sind ein paar Plätze frei, sicher dir jetzt schnell die Teilnahme. Alle Infos dazu findest du unter folgendem Link:

Falls du Fragen hast, schick einfach eine Email an momSiegen@gmail.com ich antworte so schnell wie möglich.

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